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8. Workshop Arbeitskreis Innere Führung im Einsatz am 26. Oktober 2017 in Potsdam am ZMSBw:

Hinschauen! Geschlecht, Nation, Ritual Systemische Probleme oder individuelles Fehlverhalten?

Seit 2010 besteht der Arbeitskreis Innere Führung im Einsatz. Er fragt, ob die Innere Führung der Bundeswehr sich in den Auslandseinsätzen und im Grundbetrieb bewährt und wie sie angesichts neuer sicherheitspolitischer und militärischer Herausforderungen weiterentwickelt werden muss. Gegründet nach den ersten Erfahrungen der Bundeswehr mit neuen Konfliktszenarien und Gewalthandlungen bei Gefechten in Afghanistan, hat der Arbeitskreis sich seitdem als Seismograf und wissenschaftliches Diskussionsforum etabliert.

Beim diesjährigen Workshop standen sexualisierte Verhaltensweisen, anstößige Ausbildungspraktiken und gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtete Äußerungen und Handlungen von Soldatinnen und Soldaten im Mittelpunkt der Diskussionen. 

Der diesjährige Workshop des Arbeitskreises Innere Führung im Einsatz trug deshalb den Titel: „Hinschauen! Geschlecht, Nation, Ritual“

„Geschlecht“ steht für die Frage nach dem Umgang mit Sexualität und sexueller Selbstbestimmung in der männerdominierten Organisation Bundeswehr, „Nation“ steht für die politische Selbstverortung von Soldaten, für ihre geistige Beheimatung in der deutschen Nachkriegsgesellschaft oder in früheren politischen Zuständen und militärischen Szenarien, „Ritual“ steht für teils menschenverachtende Praktiken bei der Integration von Neuen in manchen Dienststellen und für Unterwerfungsrituale in Ausbildung und Dienst. In der Aufforderung „Hinschauen!“ bündelt sich nicht nur die Frage nach der Dienstaufsicht, sondern auch die Frage danach, wie die in der Öffentlichkeit skandalisierten Praktiken angemessen zu interpretieren sind – denn nur, wer weiß, was tatsächlich passiert (ist), wer die Hintergrundtheorien und Referenzrahmen kennt, der kann dann auch angemessen eingreifen und steuern.

Der Workshop war sehr gut besucht von hochrangigen Verantwortlichen in Bundeswehr und Gesellschaft, denen die Umsetzung der Leitideen der Inneren Führung am Herzen liegt. Sie diskutieren rege die angerissenen Fragen.

Die Referenten und die Mitdiskutanden begrüßten den interdisziplinären Charakter der Veranstaltung, nämlich dass die aktuellen Fragen der Weiterentwicklung der Inneren Führung aus der Sicht der Organisations- und Individualpsychologie, der Militärsoziologie und der Ethik bedacht und diskutiert werden konnten.





 

Flyer Workshop.pdf
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.