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Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2015 des ZMSBw veröffentlicht:

Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2015 zeigt eine große Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für die Bundeswehr. Besonders bemerkenswert ist, dass sich im Vergleich zu 2014 der Anteil derjenigen, die sich für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben ausspricht, von 32 auf 51 Prozent erhöht hat.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) hat im III. und IV. Quartal 2015 eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu den sicherheits- und verteidigungspolitischen Einstellungen der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger durchgeführt. Der jetzt veröffentlichte Forschungsbericht präsentiert die wesentlichen Ergebnisse der Befragung und zeigt – wo möglich – den Verlauf der sicherheitspolitischen Einstellungen über die letzten Jahre auf.

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung des ZMSBw 2015 zeigen unter anderem, dass der weit überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger eine positive Einstellung zur Bundeswehr hat. Wie seit Jahren genießen die deutschen Streitkräfte quer durch alle sozialen Gruppen ein hohes Ansehen. Für die meisten Befragten ist die Bundeswehr ein selbstverständlicher Bestandteil von Staat und Gesellschaft. Ihre Funktionalität und normative Verankerung werden weithin anerkannt. Emotionale Bekenntnisse zu den Streitkräften sind hingegen seltener.

Im Jahr 2015 ist, erstmals seit dem Beginn der vorliegenden Zeitreihe im Jahr 2000, eine absolute Mehrheit der Bundesbürger (51 Prozent) für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Rund ein Drittel (31 Prozent) votiert dafür, die Ausgaben gleich zu halten, und 13 Prozent sind der Ansicht, dass die finanzielle Ausstattung der Bundeswehr verringert werden sollte. Die Zustimmung für die Etaterhöhung ist in allen soziodemographischen Gruppen hoch. Besonders unterstützt wird sie aber von denjenigen, die der Bundeswehr generell positiv gegenüberstehen und die sich besonders für Verteidigungspolitik und die Auslandseinsätze interessieren.

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden jeweils von einem beachtlichen Anteil der Bevölkerung abgelehnt. Die einzige Mission, die 2015 von einer absoluten Mehrheit befürwortet wird, ist der Seenotrettungseinsatz im Mittelmeer (Zustimmung: 56 Prozent; Ablehnung: 15 Prozent). Am geringsten ist die Zustimmung beim (mittlerweile ausgelaufenen) Active Fence-Einsatz in der Türkei (Zustimmung: 34 Prozent; Ablehnung: 24 Prozent) und beim UNIFIL-Einsatz vor der Küste des Libanons (Zustimmung: 32 Prozent; Ablehnung: 26 Prozent). Viele Befragte sind im Hinblick auf die Einsätze unentschieden oder können sich keine eindeutige Meinung bilden (zusammengefasste Anteile „Teils/teils“ und „Weiß nicht/keine Angabe“ von 29 bis 42 Prozent).

Die Bevölkerungsbefragung des ZMSBw wurde im Zeitraum vom 8. September bis 30. Oktober 2015 im Rahmen von computergestützten persönlichen Interviews (CAPI) erhoben. Befragt wurden 2.653 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die in Privathaushalten in Deutschland leben.

Markus Steinbrecher


Bericht Bevölkerungsbefragung 2015.pdf
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.