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Burgen, Befestigungen, Bunker:

Die Deutsche Komission für Militärgeschichte tagte in Potsdam

Oberst Dr. Hans-Hubertus Mack, Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und Präsident der Deutschen Kommission für Militärgeschichte, lud am 14. und 15. März 2011 ein zur Jahresversammlung der Organisation in die Potsdamer Villa Ingenheim. Ein Abendvortrag über den Westwall von Dr. Christoph Rass (Technische Hochschule Aachen) bildete die Einführung zum Workshop „Burgen, Befestigungen, Bunker“. Rass räumte mit Legenden über das Bollwerk an der Westgrenze des Deutschen Reiches auf und zeigte, wie Propagandafilme der Bauzeit noch 1945 militärische Entscheidungen der Alliierten beeinflusst hatten.

Weit zurück reichte der Vortrag von Oberstleutnant i.G. Dr. Martin Hofbauer (MGFA) über König Heinrich I. und die erste Burgenordnung. Dr. Sven Lüken vom Deutschen Historischen Museum ließ die erfolgreiche Ausstellung „Burg und Herrschaft“ des Jahres 2010 Revue passieren. Die Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung, Dr. Anja Reichert-Schick, schilderte den Umgang mit Festungen im Grenzland von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Neben einem größeren staatlichen Engagement zur Bewahrung und fachgerechten Erschließung von Festungs- und Bunkeranlagen mahnte Reichert-Schick eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit an. Der abschließende Vortrag von Oberstleutnant Heiner Bröckermann M.A. (MGFA) über die Bunker der Nationalen Volksarmee erlaubte Einblicke in die „finale Architektur“ der DDR.

Die Deutsche Kommisison für Militärgeschichte ist die nationale Sektion der Internationalen Kommission für Militärgeschichte (Commission Internationale d'Histoire Militaire, CIHM). Die CIHM wurde 1938 als Arbeitsgruppe im Rahmen des "International Committee of Historical Sciences" (ICHS) gegründet. Im Juli 1972 erhielt die CIHM den Status einer "Affiliated International Organisation", den sie bis zum heutigen Tag innerhalb des ICHS (das zur UNESCO gehört) behalten hat.

Die CIHM fördert und koordiniert militärisch-historische Forschung über die Landesgrenzen hinaus. Die Organisation versteht sich als Plattform für den Gedankenaustausch von Militärhistorikern. Sie ist aus nationalen Kommissionen aufgebaut. Diesen nationalen Kommissionen sind die Militärhistoriker des jeweiligen Mitgliedstaates der Vereinten Nationen angeschlossen.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.