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Afghanistanrückkehrer. Der Einsatz, die Liebe, der Dienst und die Familie.

Ausgewählte Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Langzeitbegleitung des 22. Kontingents ISAF von Dr. Anja Seiffert und Julius Heß M. A.

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) legt erstmals Ergebnisse einer sozialwissenschaftlichen Langzeitbegleitung von Einsatzsoldaten vor. Für die Studie wurden 849 aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr mehr als zwei Jahre nach der Rückkehr aus ihrem Einsatz in Afghanistan befragt. Die Einsatzsoldaten wurden bereits vor, im und kurz nach ihrem Einsatz mit dem 22. ISAF-Kontingent im Jahr 2010 befragt.

Die Studie fokussiert auf die langfristigen Folgen und Wirkungen von Einsatzerfahrungen. Der Einsatz in Afghanistan hat viele Soldaten geprägt und verändert. Dabei zeigt sich, dass die meisten Soldatinnen und Soldaten gut mit den Belastungen des Einsatzes zurechtkommen. Viele sagen, selbstbewusster geworden zu sein und das Leben mehr zu schätzen. Eine kleine Teilgruppe hingegen berichtet von anhaltenden psychischen oder physischen Beeinträchtigungen sowie von Fremdheitsgefühlen im Alltag. Trotz der hohen Belastungen für Partnerschaften kommt es in der Zeit nach dem Einsatz aber nicht zu vermehrten Trennungen und Scheidungen.

Die Anforderungen des täglichen Dienstes – Bürokratie, häufige Abwesenheiten von der Familie – stellen für die Soldatinnen und Soldaten eine weit höhere Belastung dar als die Folgen des Einsatzes. Der Dienst überwiegt deutlich das Privatleben. Dies schlägt sich aber weniger auf die Einschätzung der Vereinbarkeit von Familie und Dienst nieder.
  
Ansprechpartner:
 
Dr. Anja Seiffert, E-Mail:     AnjaSeiffert@bundeswehr.org

 Julius Heß  M. A., E-Mail: JuliusHess@bundeswehr.org

 
 

"Afghanistanrückkehrer"
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.