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Tagung in Potsdam am ZMSBw am 22. und 23. März 2018:

"Militärs in der Politik – Soldaten und politische Verantwortung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert".

Immer wieder taucht in der deutschen veröffentlichten Meinung die Forderung auf, die Bundesregierung bräuchte angesichts neuer Herausforderungen mehr oder überhaupt Beratung durch die militärische Führung der Bundeswehr. Vor dem Hintergrund zweier Weltkriege, in denen deutsche Streitkräfte versuchten, Machtpolitik durch kriegerische Eroberungen durchzusetzen, erscheint solches Postulat geschichtsvergessen, zumal im Wissen um die dabei begangenen Verbrechen. Gleichwohl haben deutsche Spitzenmilitärs nach beiden Weltkriegen ihre politische Bedeutung verharmlost und sich dabei als Soldaten sui generis generiert, die alleine den Anordnungen der Staatsführung gefolgt seien – mithin der Politik also, auf deren Entscheidungsprozesse sie keinerlei Einfluss gehabt haben wollten.


Dezidierte Untersuchungen zum jeweiligen tatsächlichen Verhältnis zwischen Militär und Politik in Deutschland beschränkten sich bislang auf ideologisierte oder funktionale Kontexte, personifizierte oder institutionalisierte Zugänge fehlen indes ebenso wie eine Spurensuche nach der wahrgenommenen politischen Verantwortung in der jeweiligen Zeit. Gänzlich ausgeblendet blieb darüber hinaus, dass Millionen Deutsche durch den Wehr- und/oder Kriegsdienst militärische Prägungen erhalten haben, die sie auch in ihrer politischen Weltsicht verändert haben werden. Kriegsgediente Abgeordnete dürften in deutschen Parlamenten angesichts des schon auf dem Schlachtfeld gegründeten Nationalstaates in der Mehrheit gewesen sein, spätestens infolge der Weltkriege. 


Das ZMSBw hat sich aus diesem Grund entschlossen, Forschungen zum Einfluss deutscher Militärs auf die politische Entscheidungsfindung eine Diskussionsplattform anzubieten. Mit dem Workshop wird bewusst auf eine kaleidoskope Breite der Forschungen gesetzt, sowohl in methodischer wie inhaltlicher Hinsicht. Im Vordergrund steht dabei keine historiografische Verdichtung, sondern eine Auslotung von Desideraten, blinden Flecken und zielführenden Weiterungen bisheriger Ansätze und Deutungsangebote.


Die Anzahl der Teilnehmerinnen/Teilnehmer ist begrenzt. Eine Teilnahme an der Tagung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.


Interessierte werden gebeten, sich bis spätestens 9. März 2018 anzumelden bei:


ZMSBwZA@Bundeswehr.org.


Nähere Informationen entnehmen Sie bitte auch dem beigefügten Programmflyer.






Flyer Tagung.pdf
PDF-Download (1.2 MB)

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.