|   Sitemap   |   Impressum   |   Datenschutzhinweise
|   Aktuelles   |   Archiv   |  




Am 27. Januar fand in Potsdam am ZMSBw ein Workshop statt:

"Jugend ans Gewehr" – Wehrerziehung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert.

Die vormilitärische Erziehung von Kindern und Jugendlichen in der deutschen Geschichte stand im Mittelpunkt des Workshops der am 27. Januar 2017 im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) stattfand. Die Veranstaltung leistete einen Beitrag zur Diskussion über den Stellenwert des Militärs bzw. des Militärischen in der deutschen Gesellschaft vom 19. bis ins 20. Jahrhundert und zum Verhältnis von Militär und Gesellschaft. Gleichzeitig sollten über Ansätze einer vergleichenden Sozial- bzw. Kulturgeschichte der Wehrerziehung in Deutschland geprüft werden.

Die vortragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler loteten in ihren Vorträgen die Wehrerziehung in Preußen, im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland aus.  Hierbei wurde deutlich welche differierenden Funktionen der Wehrerziehung in den verschiedenen Gesellschaften und politischen Systemen zukamen. Besonders in Hinblick auf die Ideologien und politischen Vorstellungen, auf denen die wehrerzieherischen Konzepte fußten, bestanden erhebliche Unterschiede. Bei der praktischen Durchführung und den Organisationsstrukturen der vormilitärischen Ausbildung hingegen konnte auf Kontinuitäten nachgewiesen werden.

Die Referentinnen und Referenten wurden gebeten, folgende erkenntnisleitende Fragen in ihren Vorträgen zu berücksichtigen:

  1.  Welche Interessen verfolgt der Staat in Bezug auf die Wehrerziehung?
  2. Inwieweit ist das Militär in die Konzeption der Wehrerziehung involviert und welchen Einfluss haben zivile Einrichtungen?
  3. Welche Parallelen und Unterschiede lassen sich in der praktischen Ausbildung finden? Wie ist die Gewichtung von theoretischen und praktischen Elementen in der Wehrerziehung?
  4. Wer sind die Träger der Wehrerziehung: Gibt es personelle und strukturelle Kontinuitäten?

Die Vorträge des Workshops boten Anregungen für eine  weitergehende geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenbereich Wehrerziehung und vormilitärische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Perspektiven wurden vor allem in den Bereichen Sportgeschichte, Literaturwissenschaft, Diktaturforschung sowie vergleichende Militärgeschichte eröffnet.

Langfristig soll die Beschäftigung mit der Wehrerziehung über den nationalen Kontext hinaus in eine Beschäftigung im transnationalen oder globalhistorischen Rahmen weisen, so ein Fazit der Veranstaltung

Das Programm und die Referenten entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.






 


Flyer zum Workshop.pdf
PDF-Download (539 KB)


nach oben
nach oben

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.