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Workshop NATO-Flanken (1961-2013)

Workshop am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam am 24. Oktober 2013.

Die Flanken der NATO waren bereits im Kalten Krieg neuralgische Regionen und sind noch heute Zonen von hoher strategischer und politischer Relevanz. Dies nicht zuletzt im Südosten, wo die instabile Lage in den arabischen Ländern erhöhte Wachsamkeit notwendig macht. Deutsche Soldaten dienen derzeit im Süden der Türkei und stellen so die Bündnissolidarität innerhalb der NATO unter Beweis. An der Nordflanke spielen insbesondere die widerstreitenden Interessen um Rohstoffe eine große Rolle.

Der fortdauernden Bedeutung der NATO-Randregionen trug ein Workshop am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften prominent Rechnung. In drei Sektionen wurde die Lage an den Bündnisflanken vor und nach 1990 aus politischer, militärischer und strategischer Sicht analysiert. Renommierte Wissenschaftler aus Norwegen, Finnland, Estland, Italien, Griechenland, der Türkei und Deutschland beleuchteten Konflikte und Hintergründe. Sie gaben dabei unter anderem die Perspektive der neuen Bündnismitglieder, z.B. der baltischen Staaten, wieder und thematisierten Out of Area-Einsätze wie jene auf dem Balkan. Mechanismen der Krisenregulierung behandelte eine historische Analyse zum Krisenmanagement für West-Berlin bis 1990 (LIVE OAK).

Die Diskussion bot aus Sicht Deutschlands, früher einer der exponiertesten "Frontstaaten" der Allianz, vor allem in zweierlei Hinsicht Erhellendes: Die Flanken sind auch 2013 wichtige Interessenzonen und potenzielle Einsatzgebiete von Militär. Gleichzeitig wirken die Entwicklungen an den Flanken – dies zeigen die Ereignisse der letzten zwei Jahre - sowohl auf die sicherheits- und militärpolitischen Strukturen der EU, der NATO als auch Deutschlands zurück. Über die mögliche Veröffentlichung der Tagungsergebnisse wird in naher Zukunft entschieden.

 
 

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den
Pressesprecher Oberstleutnant Dr. Harald Potempa
(zmsbwpressestelle@bundeswehr.org), Telefon +49 331 9714-400.