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Glaubt man der Berichterstattung in den Medien, befindet sich die Atommacht Pakistan am Abgrund zu Bürgerkrieg und Chaos. Eine kurze Chronologie jüngerer Ereignisse verdeutlicht dies recht anschaulich: Am 3. November 2007 rief der damalige pakistanische Präsident Pervez Musharraf den Ausnahmezustand aus, um seine Militärherrschaft abzusichern. Bereits am
9. März hatte Musharraf den Obersten Richter Iftikhar Chaudhry abgesetzt, weil dieser die rechtliche Grundlage des Regimes
angezweifelt hatte. Der Ausnahmezustand ging einher mit groß angelegten Verhaftungswellen und einer drastischen Einschränkung der Pressefreiheit. Am 27. Dezember 2007 fiel die ehemalige Premierministerin Benazir Bhutto einem Selbstmordattentat zum Opfer. Dies spitzte die Lage weiter zu. Die Abhaltung von Wahlen am 18. Februar 2008, das Ende der Militärdiktatur und eine Kabinettserweiterung durch Bhuttos Witwer Asif Ali Zardari im November 2009 konnten nur kurzzeitig für Entspannung sorgen.


Gewaltsame Aktionen militanter Extremisten nahmen in der jüngsten Vergangenheit kontinuierlich zu. Die Besetzung der
„Roten Moschee“ inmitten Islamabads und ihre Erstürmung am 11. Juli 2007 bildeten den Auftakt einer traurigen Reihe von
Terrorakten. Es folgten schwere Angriffe auf internationale Hotels wie das Marriott in Islamabad am 20. September 2008 und
auf das Pearl Continental in Peschawar am 19. November 2009. Den Angriff in Islamabad, bei dem mehr als 60 Menschen getötet
wurden, bezeichnete Justizminister Farooq Naek als den „11. September Pakistans“. Auch Versorgungskonvois von ISAF
auf dem Weg nach Afghanistan wurden immer öfter angegriffen und in Brand gesetzt. Die Schwäche des Staates offenbarten verschiedene Abkommen, die militanten Islamisten die Herrschaft über Wasiristan und Swat zugestanden. Versuche der Regierung, mit mehreren Großoffensiven in beiden Regionen gegen die örtlichen bewaffneten Strukturen vorzugehen, führten lediglich zu einer weiteren Eskalation der Gewalt.


Zerstrittene Bruderstaaten - Pakistan und Indien in ihrem regionalen Umfeld (Christian Wagner), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 72-83.
PDF-Download (598 KB)

Konfliktherd Kaschmit (Dietmar Rothermund), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 84-97.
PDF-Download (685 KB)

Destabilisierung und Eskalation der Gewalt (Bernhard Chiari), in: Ders., Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 110-125.
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Militanter Islamismus - Strukturen und Ziele der Taliban (Thomas Ruttig), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 166-175.
PDF-Download (805 KB)

Anti-Amerikanismus als Triebfeder pakistanischer Politik? (Dietrich Reetz), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 176-187.
PDF-Download (471 KB)

Pakistan - Ein gescheiterter Staat? (Jochen Hippler), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 214-227.
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Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton während eines Rundgangs durch die historische Badshadi-Moschee am 29.10.2009 in Lahore. Foto: Picture-alliance/dpa/Pakistani Government/HO