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Seit der Antike ist die Region Ziel von Eroberungen durch Herrscher aus Persien, Griechenland oder Zentralasien und war Teil größerer Reiche (so im Fall der Mogul-Herrscher) oder Entstehungsort kleinerer Staaten etwa im Punjab, in Kaschmir oder im Sindh. Die ersten archäologischen Nachweise menschlicher Siedlungen in der Indus-Ebene gehen auf das 7. Jahrtausend v. Chr. zurück. Alexander den Großen brachten seine Kriegszüge im 4. Jahrhundert v. Chr. bis in das Tal des Indus. Auch im weiteren Verlauf der Antike spielte die Region eine wichtige Rolle. Nach erfolglosen Eroberungsversuchen im 7. und Anfang des 8. Jahrhunderts gelang Mohammed bin-Qassim, dem Schwiegersohn des Kalifen von Bagdad, 712 die Einnahme des Sindhs. Qassim dehnte das arabische Herrschaftsgebiet bis in den südlichen Teil des heutigen Pakistans aus. Er legte den Grundstein für die muslimische Herrschaft in Indien, die mit dem Sultanat von Delhi ihren Höhepunkt erreichte. Dieses bestand mehr als 300 Jahre lang und fand durch die zentralasiatischen Armeen des Timur Lenk (Tamerlan), die 1398 Delhi verwüsteten, sein Ende. 1526 entstand auf den Trümmern ein neues Großreich. Der aus dem heutigen Usbekistan stammende Babur („Tiger“) begründete die Herrschaft der Moguln (abgeleitet von „Mongolen“), die von 1526 bis zur britischen Kolonialherrschaft in der Mitte des 19. Jhs. dauerte.


Nach dem Zerbrechen des kurzlebigen Reiches der Sikhs, die 1799 Lahore und 1818/19 Multan und Peschawar erobert und den gesamten Punjab unter ihre Kontrolle gebracht hatten, begann der englische Generalgouverneur Lord Robert Wellesley das Gebiet der Ostindien-Kompanie auszudehnen. 1947 zerfiel das britisch-indische Kolonialreich, das von Afghanistan im Westen bis Burma im Osten und von China und Nepal bis Sri Lanka reichte. Aus einem wirtschaftlich und verwaltungstechnisch einheitlich strukturierten Gefüge entstanden drei Staaten, nämlich Indien und Pakistan sowie dessen sich 1971 abspaltender Ostteil Bangladesch. Mit der Teilung von 1947 setzte sich die „Zwei-Nationen-Theorie“ durch, nach der Hindus und Muslime im multi-ethnischen Indien nicht nur unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen angehörten, sondern auch in „Nationen“ leben müssten.


Das Land am Indus in der Antike (Loretana de Libero), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 20-27.
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Die Herrschaft der Moguln (Stephan Conermann), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 28-39.
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Britisch-Indien - Vom Beginn der europäischen Expansion bis zur Entstehung Pakistans (Bernd Lemke und Martin Rink), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 40-55.
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Staat zwischen Aufbau und Zerfall - Grundzüge der pakistanischen Geschichte seit 1947 (Jorge Scholz), in: Bernhard Chiari, Conrad Schetter (Hrsg.): Wegweiser zur Geschichte Pakistan, Paderborn u.a. 2010, S. 56-71.
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Indische Darstellung eines Repräsentanten der East India Company, der an einer Prozession teilnimmt. Foto: picture-aliiance/united archiv