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Major
Hans-Peter Kriemann M.A.

HansPeterKriemann@bundeswehr.org

Tabellarischer Lebenslauf
1977
geboren in Berlin

1998
Eintritt in die Bundeswehr als Offizieranwärter bei Feldjägerbataillon 720 in Nienburg an der Weser

1998-2001
Ausbildung zum Feldjägeroffizier, dabei Zugführer im Feldjägerdienstkommando Potsdam

2001-2005
Studium der Geschichte, Pädagogik und Politikwissenschaften an der Universität der Bundeswehr in Hamburg

2005
Zugführer im Feldjägerdienstkommando Berlin

2005-2006
Kompanieführer 1./Feldjägerbataillon 350 in Berlin

2006
Einsatz im 11. deutschen Einsatzkontingent ISAF in Feyzabad als Feldjägerführer

2007-2008
Zugführer im Feldjägerdienstkommando Storkow

2008-2010
Kompaniechef 6./Feldjägerbataillon 452 in Stetten a.k.M.

2010-2012
Historikerstabsoffizier und Lehrstabsoffizier für Militärgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden

seit Oktober 2012
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Forschungsbereich III

 

Kurzbeschreibung aktueller Projekte
Die deutsche Beteiligung an ALLIED FORCE und KFOR - Zäsur für die Entwicklung der Bundeswehr

Mit dem Vollzug der deutschen Einheit und dem Kollaps des Ostblocks wurde die Bundeswehr plötzlich zur Armee ohne Feind. Die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik war neu zu definieren. Dieser Prozess erreichte einen vorläufigen Höhepunkt im März 1999 mit der Beteiligung der Bundeswehr am Kosovo-Krieg. Dieser Einsatz (ALLIED FORCE) fand im Rahmen der NATO statt, doch lag kein UN-Mandat vor. Die Mission fand ihre Fortsetzung mit der intensiven deutschen Beteiligung an dem seit Juni 1999 laufenden und durch die UN mandatierten KFOR-Einsatz. ALLIED FORCE und KFOR bildeten eine Zäsur in der Geschichte der Bundeswehr, welche die Neudefinition und Neuausrichtung deutscher Streitkräfte nach sich zog.

Mit KFOR begann sich Deutschland mit einer großen Anzahl von Soldaten an internationalen Kampfeinsätzen zu beteiligen. Dadurch wandelten sich die Streitkräfte grundlegend. Zunächst soll untersucht werden, ob und in welchem Maße die Bundeswehr selbst Einfluss auf die Entscheidungsprozesse ausübte, die letztendlich zur Beteiligung an den NATO-Luftangriffen (Operation ALLIED FORCE) und KFOR führten. Dazu werden das Verhältnis sowie die Arbeitsbeziehungen der Bundesregierung mit dem Auswärtigen Amt und vor allem mit dem Bundesministerium der Verteidigung betrachtet. Auf einer zweiten Ebene gilt es bundeswehrinterne Prozesse zu erforschen: Wie gestaltete sich die Genese der einschlägigen Operationsplanungen? Wer erstellte sie? Gab es ein typisch deutsches operatives Denken? Welchen Zwängen bzw. Auflagen unterlagen die Planer? Drittens soll untersucht werden, in welcher Weise sich die Bundeswehr durch die Beteiligung an ALLIED FORCE und KFOR tatsächlich veränderte. Wurden Verfahren und Prozesse in der Bundeswehr entsprechend den im Kosovo gemachten Erfahrungen angepasst? Wie veränderten sich Struktur, Ausrüstung sowie Mentalitäten innerhalb der Streitkräfte? Als Quellenbasis dienen unveröffentlichte Bestände des BMVg, veröffentliche Quellen des Auswärtigen Amtes sowie andere amtliche Quellen. Diese werden durch Ego-Dokumente sowie Interviews mit Zeitzeugen ergänzt.

Forschungsinteressen
Entwicklungslinien deutscher (Militär-)Geschichte von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart; Entwicklung der Taktik im 18. Jahrhundert; Militärgeschichte der DDR; Didaktik historischer Bildung; Geschichte der Auslandseinsätze

  Hans-Peter Kriemann

Ausgewählte Veröffentlichungen
Die Schlacht bei Leuthen am 5. Dezember 1757, in: Wie Friedrich der "Große" wurde. Eine kleine Geschichte des Siebenjährigen Krieges 1756 bis 1763, hrsg. von Eberhard Birk, Thorsten Loch und Peter Andreas Popp, Freiburg 2012, S. 208 - 216

Mit Eberhard Birk: "Der Choral von Leuthen" - zur Rezeption einer Schlacht, in: ebda., S. 273 - 279

Militärhistorische Geländebesprechung: Königgrätz 1866, in: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung, Heft 1/2012, S. 16 - 21

Vom europäischen Mächtekonzert zum Nationalstaatsprinzip, in: Wie die Siegessäule nach Berlin kam. Eine kleine Geschichte der Reichseinigungskriege 1864-1871, hrsg. von Thorsten Loch und Lars Zacharias, Freiburg 2011, S. 11-16

Der Krieg in Vietnam, in: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung, Heft 1/2009, S. 35